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Bindegewebsstörung, welche zum Tod des Fohlens führt.

Symptome:

  • Die Mehrheit der Fohlen wird nicht zu Ende ausgetragen – meistens kommt es zum spontanen Abort oder sie werden tot geboren.
  • Hautablösungen vom Körper ohne Fremdeinwirkung bei neugeborenen Fohlen.
  • Trennung von Haut und Unterhaut ohne Blutungen.
  • Fohlen unternimmt keine oder nur schwache Aufstehversuche.
  • Überdehnbare Gelenke.

Allgemeine Information:

  • Bindegewebserkrankung bei Warmblütern, welche zur Hautablösung führt.
  • Mutation im PLOD1-Gen. Dieses codiert für das PLOD1-Protein, welches zur Unterstützung der Kollagenfasern dient, damit sich diese falten und verbinden können → essentiell für die strukturelle Integrität des Körpers: Haut, Membran, Gelenke.
  • Betroffene Tiere müssen leider immer nach einigen Stunden eingeschläfert werden.
  • Ähnlich die Bindegewebserkrankung „Ehlers-Danlos-Syndrom“ (Typ IV) beim Menschen ausgelöst durch eine Mutation im PLOD1-Gen (LH1) (Winand, 2011).
  • Verdacht (bislang selten dokumentiert und kaum untersucht): Die meisten FFS-Trächtigkeiten enden in spontanen Aborten.
  • Seit 2019 müssen alle in der Zucht aktiven Hengste getestet und die Ergebnisse öffentlich gemacht werden (Eintragungsbestimmungen Hengstbuch I / II laut ZVO).

Erbgang: autosomal-rezessiv

→ Die Krankheit tritt nur auf, wenn beide Kopien des Gens (ffs/ffs) von der Mutation betroffen sind. Pferde, die nur eine Kopie der auslösenden Mutation haben (N/ffs) sind klinisch gesunde Trägertiere.

Potenzielle Genotypen:

Genotyp: Das Pferd ist:
Auswirkungen:
N/N normal. Das Pferd besitzt keine Anlagen für das Fragile Foal Syndrome und kann diese somit nicht an die Nachkommen weitergeben.
N/ffs ein Träger.
Das Pferd ist ein klinisch gesunder Träger. Die Variation wird zu 50% an die Nachkommen weitergegeben, welche ebenfalls Träger sind.
ffs/ffs betroffen.
Das Pferd wird nicht lange genug leben, um sich fortzupflanzen

 

Empfehlungen:

  • Trägertiere können mit normalen Tieren verpaart werden (N/ffs x N/N). Bevor die Nachkommen für die Zucht verwendet werden, sollte getestet werden, ob diese nornmal oder Trägertiere sind.
  • Die Verpaarung von zwei Trägertieren (N/ffs x N/ffs) sollte vermieden werden, da eine Wahrscheinlichkeit von 25% besteht, dass die Nachkommen betroffen sind.
  • Betroffene Tiere (ffs/ffs) überleben nicht lang genug, um mit ihnen zu züchten.

Testinformationen: Dieser Test prüft eine Mutation im PLOD1-Gen. Dieser Test wird von einem Partnerlabor durchgeführt.

Monthoux, C., de Brot, S., Jackson, M., Bleul, U., Walter, J.: Skin malformations in a neonatal foal tested homozygous positive for Warmblood Fragile Foal Syndrome. BMC Vet Res 11:12, 2015. Pubmed reference: 25637337. DOI: 10.1186/s12917-015-0318-8.

Am 12.04.2019 hielt die wissenschaftliche Leitung der CAG Melissa Cox im Rahmen des 6. Liebenberger Pferdeforums eine Präsentation über das Warmblood Fragile Foal Syndrome (WFFS). Die Präsentation steht ab sofort allen Interessierten zur Verfügung, die mehr über die Krankheit erfahren möchten. 2019-04-12 CAG GmbH – Liebenberger Pferdeforum – WFFS – Cox

Weitere Informationen sind auf der Webseite: Online Mendelian Inheritance in Animals verfügbar.

Betroffene Rassen:

Test #: H123

Proben: Blut, Haare

Preis: 40 € (netto)

Testdauer: 10 - 14 Tage

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