skip to Main Content
+49 7071 565 44 850 info@centerforanimalgenetics.com Facebook

Lokus Informationen: D-Lokus

Erbgang: autosomal-dominant

→ Eine Kopie des Gens reicht aus (D/nd oder D/D), um die Verdünnung der Fellfarbe auszulösen. Tiere mit einer oder zwei Kopien der D-Mutation sind Falben.

Allgemeine Informationen:

  • Falbe (Dun) ist eine Verdünnung der jeweiligen Grundfarbe in Kombination mit „Wildzeichnungen“ (Aalstrich auf dem Rücken, Zebrastreifen am Bein)
  • Falbe ist die ursprüngliche Färbung aller Pferde („Wildtyp“). Mit der Zeit entstanden zwei Mutationen, die einen anderen Phänotyp hervorbringen.
  • nd1 erlaubt eine partielle Funktion des Gens, das Pferd besitzt dann eine kräftige Fellfarbe mit Wildfarbigkeitszeichen („Pseudo-Falben“).
  • nd2 schaltet die Genfunktion komplett aus, sodass das Pferd eine kräftige Fellfarbe ohne Wildfarbigkeitszeichen hat → heutzutage in den meisten Pferderassen verbreitet.
  • Auch eine Kombination dieser beiden Mutationen ist möglich.
  • Häufig werden Pferde mit hellem Fell fälschlicherweise als „Falben“ bezeichnet. Meistens zeigen diese Tiere jedoch eine andere Aufhellungsmutation ohne Wildfarbigkeitszeichen und sind keine Falben.

Potenzielle Genotypen:

Genotyp: Phänotyp:
Falben
D/D Falbe (verdünnte Fellfarbe und Wildfarbigkeitszeichen)
D/nd1 Falbe (verdünnte Fellfarbe und Wildfarbigkeitszeichen)
D/nd2 Falbe (verdünnte Fellfarbe und Wildfarbigkeitszeichen)
Pseudo-Falben
nd1/nd1 unverdünnte Fellfarbe mit Wildfarbigkeitszeichen (Aalstrich und Beinstreifen)
nd1/nd2 unverdünnte Fellfarbe, eventuell mit Wildfarbigkeitszeichen (Aalstrich und Beinstreifen)
nicht-Falben
nd2/nd2: unverdünnte Fellfarbe ohne Wildfarbigkeitszeichen

 

Testinformationen: Dieser Mutationstest zeigt drei verschiedene Variationen:

1. Den Wildtyp.
2. Die Non-dun1 (nd1) Mutation, welche durch die Veränderung eines einzelnen Basenpaares im TBX3-Gen ausgelöst wird.
3. Die Non-dun2 (nd2) Mutation, welche durch eine große Deletion im TBX3-Gen ausgelöst wird.

 

Imsland, F., McGowan, K., Rubin, C.J., Henegar, C., Sundström, E., Berglund, J., Schwochow, D., Gustafson, U., Imsland, P., Lindblad-Toh, K., Lindgren, G., Mikko, S., Millon, L., Wade, C., Schubert, M., Orlando, L., Penedo, M.C., Barsh, G.S., Andersson, L. :Regulatory mutations in TBX3 disrupt asymmetric hair pigmentation that underlies Dun camouflage color in horses. Nat Genet :, 2015. Pubmed reference: 26691985. DOI: 10.1038/ng.3475.

Weitere Informationen sind auf der Webseite: Online Mendelian Inheritance in Animals verfügbar.

Es ist fast unmöglich einen „echten“ Falben von einem sogenannten „Pseudo-Falben“ zu unterscheiden. Die Wildzeichnungen UND die Aufhellung müssen gegeben sein.

Test #: H219

Proben: Blut, Haare

Preis: 35 € (netto)

Testdauer: 7-10 Tage

A: Falbe (Dun-Gen) = Aufhellung + Wildfarbigkeitszeichen
B: „Pseudo-Falbe“ (non-dun1) = Kräftige Farbe und Wildfarbigkeitszeichen
C: „Nicht-Falbe“ (non-dun2) = Kräftige Farbe ohne Wildfarbigkeitszeichen
D: „Nicht-Falbe“ mit Aufhellungsfaktor (non-dun2) = Aufgehellte Fellfarbe ohne Wildfarbigkeitszeichen
→ Ein „Pseudo-Falbe“ mit einer zusätzlichen Aufhellungsmutation wird wie ein „echter Falbe“ aussehen.

Back To Top