Die CAG forscht unter anderem an Mutationen, die bei Pferden, Hunden und Katzen genetische Erkrankungen auslösen. Auch die Entwicklung von Gentests für diese Mutationen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Beispiele hierfür sind die unten beschriebenen Erkrankungen bei Hunden: LGMD und NM.


Limb-girdle Muskeldystrophie bei Boston Terriern

Derzeitig arbeiten wir mit den renommierten Wissenschaftlern Dr. Leigh Anne Clark (Clemson Canine Genetics Laboratory) und Dr. G. Diane Shelton (UCSD Comparative Neuromuscular Laboratory) an Forschungsprojekten zu neuromuskulären Erkrankungen bei Amerikanischen Bulldoggen und Boston Terriern. Diese Kooperation führte im Jahr 2017 zu der Entdeckung einer neuen unabhängigen Mutation, die eine Art der „Muskeldystrophie“ in Boston Terriern auslöst.

Bei der Limb-girdle Muskeldystrophie (LGMD) kommt es zu Symptomen wie Muskelschwund, einem steifen und gestelzten Gang, einer vergrößerten Zunge und damit zusammenhängend, zur vermehrten Speichelproduktion und erschwertem Schlucken mit regelmäßigem Erbrechen. Erste Symptome treten meist im Alter von 2-4 Monaten auf. Die Krankheit führt zur Euthanasie der Welpen noch vor Vollendung des ersten Lebensjahres.

 

Lesen Sie den informativen Blog auf der BioMed Central Webseite oder besuchen Sie unsere Gentest-Seite für LGMD.

Nemaline Myopathie bei Amerikanischen Bulldoggen

Die CAG hat zusammen mit Kollegen an der Clemson University, der University of California San Diego und anderen Forschern in Nord-Amerika eine neue Mutation entdeckt, die verantwortlich ist für die Muskelerkrankung „Nemaline Myopathie (NM)“. Betroffene Welpen können bereits mit 8 Wochen Symptome zeigen, wie Muskelatrophie, Schwäche- und Zitteranfälle sowie Belastungsintoleranz. Die Welpen werden aufgrund der schlechten Lebensqualität üblicherweise vor Vollendung des ersten Lebensjahres eingeschläfert.

Die Nemaline Myopathie besitzt eine autosomal-rezessive Form der Vererbung. Dies bedeutet, dass American Bulldoggen über Generationen Träger dieser Mutation sein können, ohne selbst von der Erkrankung betroffen zu sein. Die CAG hat einen Test entwickelt, der es ermöglicht, Träger der NM zu identifizieren. Diese Tiere müssen nicht notwendigerweise von der Zucht ausgeschlossen werden, sondern können trotzdem problemlos mit genetisch normalen Tieren verpaart werden.

Lesen Sie hier den Abstract der Publikation und besuchen Sie unsere Gentest-Seite für NM.

Haben Sie Tiere, die an einer genetischen Erkrankung leiden? Kontaktieren Sie uns bitte. Wir können Ihnen gegebenenfalls mit einem unserer Forschungsprojekte helfen oder Sie an eine entsprechende Einrichtung verweisen.

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