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CAG löst IMM-Problematik

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kunden der CAG,

wie Sie den Medien entnehmen konnten bestanden Probleme bei der Interpretation der Testergebnisse des IMM/MYH1-Tests. Eine Probe, die zu zwei verschiedenen deutschen Laboren geschickt worden ist, erzielte zwei unterschiedliche Ergebnisse. Darauf wurden wir dankenswerter Weise von einem Kunden aufmerksam gemacht.

Um dem Problem auf den Grund zu gehen, sind wir wie folgt vorgegangen:

  1. Wir haben zunächst unsere Primersequenzen intensiv getestet und schon erfolgte Tests wiederholt. Anschließend haben wir auch die publizierten Primersequenzen getestet. Beide Analysen führten zu denselben Ergebnissen. Wir konnten also einen Fehler in unserem Labor ausschließen.
  2. Anschließend habe wir das von IMM betroffenen Gen MYH1 genauer untersucht. Wir mussten feststellen, dass sich auf demselben Chromosom, auf dem sich das MYH1 Gen befindet, dieselbe bzw. eine sehr ähnliche Gensequenz noch einmal befindet (dies nennt sich Pseudogen). Nun kann es bei der Analyse vorkommen, dass nicht das Gen MYH1 sondern dessen Pseudogen interpretiert wird. Dies kann dann zu falschen Ergebnissen führen, wenn das Pseudogen und das Gen MYH1 sich an einer Stelle unterscheiden. Dieses Pseudogen-Problem war bei IMM bis dato nicht bekannt.
  3. Danach sind wir auf das zweite deutsche Labor zugegangen und haben das Pseudogen-Problem gemeinsam besprochen; dieses Labor war davon ebenfalls überrascht und hatte dafür keine Lösung.
  4. Deshalb sind wir mit den Wissenschaftlern in Kontakt getreten, die erstmals das Gen MYH1 beschrieben und den IMM-Test in den USA patentiert haben. Zudem haben wir auf unsere Kosten zahlreiche IMM-Proben durch das Labor in den USA untersuchen lassen.
  5. Basierend auf unseren Erkenntnissen haben wir neue Labor- und Analyseprotokolle für den IMM-Test entwickelt. Diese erlauben uns die oben beschriebene Pseudogenproblematik zu umgehen und nur die korrekte MYH1 Sequenz zu detektieren. Die Ergebnisse des Labors in den USA bestätigen die Korrektheit unseres Ansatzes. Dementsprechend sind wir seit heute wieder in der Lage, alle IMM-Proben in unserem Haus zu bearbeiten.

Wir bedanken uns für Ihre Geduld. Leider kostet es Zeit, eine solche Situation gründlich zu untersuchen und korrekt zu lösen. Für das CAG gelten die höchsten Qualitätsstandards und deshalb haben wir uns diese Zeit auch genommen.

Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen!

22.07.2019

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